Der Augenblick

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Der Augenblick

Er streift meine Gedanken
und bringt mich ins Wanken.
Er kommt und geht;
wird vom Wind verweht.

Doch er kehrt zurück,
Stück für Stück.
Vernebelt meine Sinne,
denen ich nicht entrinne.

Meine Gedanken er treibt
und nicht stehen bleibt.
Im Innern er wohnt,
sich mit Unruhe belohnt.

Mich nachdenklich macht,
was Verletzlichkeit entfacht.
Mir Verzweiflung schickt,
an der man erstickt.

Entscheidungen jener Augenblick verlangt,
zu denen man sonst nicht gelangt,
denn seine Kraft bezwingt den Willen,
der sonst bestimmt im Stillen.

© Doreen Kühne 30.09.2008

Erschienen in "Von Wanderern und Brückenfesslern"

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